Glossar

Alle Fachbegriffe im Überblick

F
Fiberglas
Fiberglas ist eine Glasfaser über die verschiedene Kunststoffe gezogen werden können. Meistens wird hier Polyvinychlorid (PVC) genommen. PVC ist eigentlich eine harte, spröde Substanz. Bei Zusatz größerer Mengen Weichmacher erhält man jedoch weichgummiähnliche Produkte. Bei extremer Kälte wird PVC spröde. Es brennt nicht oder nur schlecht weiter, tropft nicht, rußt und riecht nach Salzsäure. Seine Verwendung ist problematisch, da beim Verbrennen große Mengen an Chlorwasserstoff entstehen. PVC ist säure- und lösungsmittelbeständig, tiefzieh- und verschweißbar. Hauptanwendungsbereich von Fiberglas ist der Einsatz von technischen Fäden und Fasern.
Förderrichtung
Beim Einsatz von Lochblechen für Siebzwecke ist die Angabe der Förderrichtung in Bezug auf die Zuschnittmaße unerläßlich.
Freier Querschnitt = Offene Siebfläche
Hierunter versteht man den prozentualen Anteil der offenen Fläche (Löcher) an der Lochfeldgröße. Der freie Querschnitt ist wichtig für jede Absiebung und Durchflußmengen-Bestimmung, darüberhinaus aber auch von Bedeutung für die Belastbarkeit sowie die Gewichtsersparnis.
G
Gratseite
Auf der Austrittsseite der Lochstempel ist eine Gratbildung nie ganz zu vermeiden. Sie wird so gering wie möglich gehalten, absolute Gratfreiheit kann allerdings nur durch eine Nachbehandlung erreicht werden.
L
Lochformen
Man unterscheidet im allgemeinen nach folgenden Lochung: Rundlochung, Quadratlochung, Langlochung, Sonderlochung, Zierlochung.
Lochlänge
Als Lochlänge bezeichnet man die Länge des Langloches.
Lochweite
Als Lochweite bezeichnet man den Durchmesser des Rundloches, die Kantenlänge des Quadratloches bzw. die Breite des Langloches
M
Maße und Toleranzen
Allgemeine Lagergrößen (Normalformate) werden maschinell gerichtet und nicht nachgeschnitten. Es können daher gegenüber entsprechenden DIN-Normen - insbesondere, da das Blech sich beim Lochen streckt - geringfügige Abweichungen auftreten. Im übrigen gelten für sämtliche Toleranzen die in den DIN-Normen festgelegten Werte.
P
Polyamide
Polyamid ist eine Kunststofffaser, die empfindlich gegen Säuren dafür bei Zimmertemperatur sehr beständig gegen Laugen, Alkalien und viele organische Lösungsmittel sowie Kraftstoffe und Öle ist. Chrakteristisch ist der enge Schmelz- und Erstarrungsbereich, die Zähigkeit, die Scheuer- und Abriebfestigkeit, die Steifigkeit und die Kriechstromfestigkeit. Die Gebrauchstemperaturen liegen zwischen -40oC und +120oC. Bei längerer Einwirkzeit und bei höheren Temperaturen vergilbt Polyamid und verliert an Festigkeit. Polyamide schmelzen und tropfen in der Flamme, brennen leuchtend und riechen nach verbranntem Horn. Alle Polyamide nehmen Wasser auf. In physiologischer Hinsicht sind sie unbedenklich und ohne Farbstoffzusätze als Folien z.B. in der Lebensmittelindustrie zugelassen.
Polyester
Polyester ist eine Kunststofffaser, die sehr widerstandsfähig gegen die meisten Mineralsäuren und schwache Laugen ist. In starken Laúgen bei höheren Temperaturen löst sie sich jedoch auf. Ihr Schmelzpunkt liegt bei 250 bis 260oC. Polyester ist sehr licht- und wetterbestämdig, hat eine gute Scheuerfestigkeit und ist schwer zerbrechlich. Es brennt mit leuchtender Flamme, verkohlt und riecht süßlich und hinterläßt Glasfaserrückstand. Das Hauptanwendungsgebiet von Polyester ist der Einsatz als Chemiefaser in der Bekleidungsindustrie und Formmasse für die Herstellung von technischen Kunststoffartikeln.
S
Schallschutz
Die Schallsbsorption ist eine Schalldämpfung und kann mit sehr dünnen Absorbern mit geignetem Strömungswiderstand erreicht werden. Bei der Schalldämmung wird die Schallausbreitung gedämpft, wobei die Schallenergie in Wärme umgewandelt wird. Materialien wie der Akustikvliesstoff mit schallschallabsorbierenden Eigenschaften nennt man Schallschluckstoffe. In Kombination mit gelochten Blechen bildet dies eine hervorragende Möglichkeit der Schalldämmung.
Steg
Als Steg bezeichnet man den kleinsten Abstand zweier benachbarter Löcher. Bei der Langlochung ist zwischen Kopf- und Seitensteg zu unterscheiden.
U
Ungelochter Rand
Der ungelochte Rand ist der Abstand vom Blechrand bis zur ersten Lochreihe. Er richtet sich nach dem Teilungsmaß und der jeweiligen Blechabmessung. Wird kein ungelochter Rand gewünscht, so muß von einem größeren Zuschnittmaß ausgegangen und nach dem Lochen auf Maß durch die Lochung geschnitten werden. Wird ein breiterer ungelochter Rand gewünscht, so treten in den Rändern, die die mit dem Lochen verbundene Streckung nicht mitmachen, Spannungen auf, die mit maschinellem Richten nicht immer zu beseitigen sind.
W
Werkstoffe
Grundsätzlich verarbeiten wir alle stanzfähigen Materialien wie Stahl, NE-Metalle, Kunststoffe, Holz etc. Unter diesen nimmt der Stahl den breitesten Raum ein, vom einfachen Kohlenstoff-Stahl bis zum rost- und säurebeständigen oder hitzebeständigen Edelstahl. Ein besonderes Gewicht hat bei uns die Verarbeitung von verschleißfesten Stählen bis zum Mangan-Hartstahl und Verbundstahl. Auf Wunsch führen wir für Sie zur Erzielung bestimmter mechanischer Eigenschaften eine Wärmebehandlung (Spannungsfrei-Glühen, Normalisieren, Härten, Vergüten) durch.
Z
Zylindrisches bzw. konisches Lochbild
Beim normalen Stanzverfahren ist das Loch nur im oberen Drittel zylindrisch, in den unteren zwei Dritteln leicht konisch. Diese Konizität ist bei Siebblechen vielfach erwünscht, da die Gefahr des Verstopfens der Löcher hierdurch vermindert wird. Eine absolute zylindrische Lochform ist nur durch Feinstanzen, Bohren etc. zu erreichen.